Marcus Sakey - Die Abnormen

Die Abnormen - Amazon, Marcus Sakey

In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen.
Man nennt sie »Abnorme« oder »Geniale«, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen »abnorm« zur Welt – und seitdem ist alles anders.
Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger.
Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen … und andere seinesgleichen hintergehen.

 

 

Nick Cooper ist ein Agent. Er macht Jagd auf sogenannte "Abnorme". Menschen mit besonderer Begabung. Irgendwie sind diese Menschen aber besonder renitent und hegen dunkle Absichten. Deswegen gibt es ihn und seine Behörde. Sie jagen dies "Abnormen". Dabei ist er selber abnorm. Er erkennt Muster im Verhalten von Menschen, er kann sie "lesen", ihre Absichten erkennen. Aber da so viele dieser Abnormen aufsässig sind und die restiliche Menschheit das Potential dieser Leute nicht erkennt, ist er dienstlich unterwegs, diese Abnormen auszuschalten.

Mein Probelm mit diesem Buch ist die Grundausgangsstellung. Abnorme sind renitent, machen Rebellion. Die Normalos sind diesen "Freaks" gegenüber skeptisch, erkennen in keiner Form den Benefit, den diese Überbegabten der Menschheit bieten und bauen eine Behörde auf, die diese Menschn bei Bedarf legal eleminieren darf. Diese Grundausgangstellung hat bei mir von Anfang an Begriffsschwierigkeiten ausgelöst. Diese Mensch sind so begabt, warum freut sich die Menschheit nicht und nutzt ihre Begabung? Warum fallen sie auf einmal überhaupt auf, ist ihre Erscheinungsform doch sehr gering. Man hätte sie einfach auch als Inselbegabte annehmen können. Und warum glaubt alle Welt blind, das diese Begabten die restliche Menschheit unterjochen will?

Diese Fragen haben sich mir von der ersten Seite an aufgedrängt. Ich habe das Grundgerüst des Buches überhaupt nicht verstanden. Einiges klärt sich im Laufe des Buches, aber dazu habe ich mich schwer zusammenreißen müssen, um dieses Buch überhaupt zu Ende zu lesen und dieser Antwort nahe kommen zu können. Trotzdem hatte ich bis zum Schluss meine Probleme mit der Grundausgangslage des Buches. Das Buch an sich ist solide, mäßig spannend, die ein oder andere gute Idee, aber insgesamt ist es mir zu gewollt, zu abstrakt. Ich verstehe diesen Konflikt zwischen den Menschen und den Abnormen nicht. Der Blick liegt natürlich auch nur auf Amerika. Aber irgendwie hat sich mir die Problematik nicht erschlossen. Das war mir alles zu hanebüchen.

Irgendwie war das Buch nicht meins. Ich habe den Ausgangspunkt nicht nachvollziehen können und deswegen am Rest des Buches nicht wirklich Spaß haben können. Wahrscheinlich liegt es an mir, aber ich bin nicht besonders angetan und werde die nächsten Bände nicht lesen.